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Ein Mann für komplizierte Fälle

Bauingenieur Kenan Akkurt realisiert in Styrum kleine, aber komplizierte Bauprojekte.Jetzt reißt er ein altes Lager hinter dem ehemaligen Schätzlein-Markt ab und baut dort Einfamilienhäuser.

Styrum.. Einen Problemfall löste Kenan Akkurt bereits 2014, damals erwarb er ein verfallenes und verwaistes Haus an der Ecke Wörthstraße/Herwarthstraße, riss es ab und baute vor Ort drei schöne große Reiheneigenheime. Jetzt hat der Bauingenieur eine weitere schwierige Aufgabe in Styrum übernommen. Er wird hinter dem ehemaligen Schätzlein-Supermarkt an der Oberhausener Straße ein riesiges altes Lagergebäude abreißen und dort vier großzügige Wohnhäuser errichten.

„Der ehemalige Lebensmittelmarkt und die dahinter liegende Halle stehen schon seit fast 20 Jahren leer“, berichtet der 52-Jährige. Während er das Ladenlokal vorne an der Straße nicht antasten wird, will Akkurt im hinteren Bereich richtig aufräumen. Auf rund 1500 Quadratmetern sollen dann vier Häuser mit einer Wohn-/Nutzfläche von etwa 190 Quadratmetern (aber ohne Keller) entstehen. Sie werden von der Albertstraße aus zugänglich sein. „Wir haben die Abrissgenehmigung und sind gerade dabei, dass Gebäude zu entkernen. Nach den Schulferien soll es richtig losgehen“, kündigt der Chef der Akkurat Bau GmbH an, der übrigens selber und auch sehr gerne in Styrum wohnt.

Projekt mit Vorgeschichte
Sein neues Projekt hat eine Vorgeschichte: Nachdem die Schätzlein-Filiale vor vielen Jahren geschlossen wurde, stand das Ladenlokal lange leer. Irgendwann wurde das gesamte Objekt dann von einem Mülheimer Privatmann gekauft, der es vermieten wollte, aber zunächst keine Mieter fand. Später zeigten eine Kfz-Werkstatt und ein Bäckerei-Betrieb Interesse an der Anmietung. „Die Verträge standen, die Nutzer waren eingezogen und hatten losgelegt, da wurde seitens der Stadt die Genehmigung verweigert. Eine gewerbliche Nutzung sei an dieser Stelle nicht möglich, hieß es. Ein Nutzungsänderungsantrag habe keinen Zweck“, so Akkurt. Über Gewerbe mitten im Wohngebiet hatten sich auch Anwohner der Albertstraße beschwert.

Beim Planungsamt erinnerte man sich da an Kenan Akkurt als einen Fachmann, der mit Hartnäckigkeit schon an der Wörthstraße/Herwarthstraße den Stadtteil verschönert hatte. „Man sprach mich an und fragte, ob ich nicht ein paar Ideen hätte für ein weiteres Problemgebäude in Styrum. Ich fing an zu grübeln“, erinnert er sich. Großflächiger Einzelhandel schloss sich aufgrund der räumlichen Gegebenheiten aus. Der Ingenieur überzeugte den Eigentümer schließlich, dass man die alte Halle abreißen und lieber Wohnhäuser bauen sollte. In guter Kooperation mit der Stadtverwaltung brachte er die ganze Sache auf den Weg. Obwohl noch gar nicht richtig gestartet wurde, gibt es schon Kaufinteressenten für die Neubauten. Und für die Bäckerei fand Akkurt andere Räume – an der Neustadtstraße.

Lösung war für alle gut
Problemfall 1 hatte Kenan Akkurt 2014 mit Hartnäckigkeit gelöst. Zur Erinnerung: Das Haus an der Wörthstraße/Herwarthstraße war völlig verfallen, die Stadt Mülheim musste für Verkehrssicherheit sorgen und hatte einen Bauzaun um das Gebäude herum errichtet. Man plante, die Zwangsversteigerung beim Amtsgericht zu beantragen. Die Eigentümerinnen hatten auf Schreiben der Verwaltung mehrfach nicht reagiert.

Bauingenieur Akkurt machte sich wie ein Detektiv auf die Suche, fand die zwei Eigentümerinnen, die mit dem Besitz des Hauses überfordert waren und wühlte sich durch Berge von alten Unterlagen, um den Verkauf des Hauses (an sich selber) mit vorzubereiten. Umfangreiche Räumungsarbeiten gingen einem Abriss voran. In zehn Monaten entstanden drei schmucke Reihenhäuser. Allen Beteiligten war letztendlich damit gedient.

Quelle: www.derwesten.de/staedte/muelheim/ein-mann-fuer-komplizierte-faelle-id11967773.html